Familienunternehmer Blog

von Andre Kuhn

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Der Wert von Werten

Wir bezeichnen uns als werteorientiertes Familienunternehmen. Aber was meinen wir damit eigentlich?

Wir unterscheiden in unserem Leitbild zwischen unseren Markenwerten und unseren (inneren) Unternehmenswerten. Unsere Markenwerte bringen zum Ausdruck, was unser Unternehmen insbesondere im Vergleich zum Wettbewerb aus Kundensicht ausmacht bzw. ausmachen soll. Sie bestimmen unser Handeln im Dienst an unseren Kunden und wir vermitteln sie zur Orientierung an unsere Mitarbeiter, damit „nach außen leuchtet was von innen brennt“.

Unsere Unternehmenswerte sind der interne Spiegel auf uns als Menschen, in der Zusammenarbeit im Unternehmensumfeld. Sie sind keine Vorgabe – sie können auch nicht vorgegeben werden, denn jeder Mensch hat seine eigenen Werte. Es liegt uns fern, Menschen in unserem Unternehmen in Bezug auf ihre Werte verändern zu wollen (oder den Anspruch zu haben, es zu können). Werte und Motivation sind intrinsisch, sie kommen von innen. Im Unternehmenskontext wäre die Vorgabe von inneren Werten daher „Wert-los“.

Unsere Unternehmenswerte sind also eine Art Reflexion und sollen zum Ausdruck bringen, wie wir sind, wie wir „ticken“. Sie helfen, uns als Arbeitsgemeinschaft besser zu verstehen und einzuschätzen. Und sie helfen uns dabei, bei der Suche nach Mitarbeitern geeignete Bewerber auszuwählen. Passt der „Neue“ zu uns? Auch dies kann nur implizit erahnt werden – durch die Wortwahl, den Auftritt und das Bauchgefühl der Vorgesetzten. Vielleicht sogar noch besser durch die Teamkollegen, die wir möglichst immer an der Auswahl beteiligen.

Wir leben in einem hoch dynamischen Umfeld mit zunehmender Komplexität. In diesem Umfeld wirken Prinzipien besser als Regeln. Das Prinzip „wir reisen wirtschaftlich“ an Stelle einer detaillierten Reiserichtlinie ist ein oft zitiertes Beispiel hierfür. Leitlinien, innerhalb derer man sich frei bewegen kann, erfordern und ermöglichen selbstverantwortliches Handeln in einer komplexen, nicht vorhersehbaren Umgebung. Unsere Werte dienen uns als solche Leitlinien.

Dabei ist es eine Selbstverständlichkeit, dass jeder Mensch im Zweifel gemäß seiner inneren Werte handelt. Als werteorientiertes Unternehmen möchten wir explizit klarstellen, dass dies auch völlig in Ordnung ist und die Werte gerade in neuen, unbekannten Situationen eine bessere Entscheidungsgrundlage als Regeln darstellen.

Mit der Bezeichnung „werteorientiertes Familienunternehmen“ möchten wir außerdem zum Ausdruck bringen, dass es mehr gibt als das Streben nach Gewinn und finanziellen Kennzahlen, wonach wir unsere Handlungen und Entscheidungen ausrichten. Natürlich brauchen wir den Gewinn – ohne ihn kann ein Unternehmen nicht überleben. Der Gewinn ist wie die Luft, die wir atmen. Wir brauchen die Luft, um zu leben, aber wir leben nicht, um zu atmen. Oder um es mit den Worten des Psychologen Viktor Frankl auszudrücken: „Erfolg und Glück kann man nicht verfolgen, mann muss ihnen folgen. Sie stellen sich nur ein als ein unbeabsichtigter Nebeneffekt der eigenen persönlichen Hingabe an einen Sinn, der größer ist als man selbst.“

Wir sind der Überzeugung, dass wir langfristig als Unternehmen, wie auch als Gemeinschaft, erfolgreicher sind, wenn wir uns an weiteren Werten orientieren und hierfür ein gemeinsames Verständnis im Unternehmen ermöglichen.

Aus diesem Grund haben wir vor recht genau 20 Jahren zum ersten Mal versucht, gemeinsam zu reflektieren, welche Werte in unserem Unternehmen von besonderer Bedeutung sind. Fünf Grundwerte wurde über die Jahre von völlig unterschiedlichen Personen immer wieder bestätigt und scheinen so etwas wie den Kern unserer Unternehmenskultur wieder zu geben. Wir haben Sie in dieser Grafik daher aktuell noch einmal dargestellt, gemeinsam mit ihren Facetten (was sie näher erläutert) und ihrer Abgrenzung (was wir nicht wollen, wenn wir „zu viel“ dieses Wertes verlangen würden).
Jeder Mensch ist als Teammitglied bei uns herzlich mit seiner eigenen Sichtweise und seinen eigenen Werten willkommen wenn er sich zum Teil hier wieder finden kann und in einem Unternehmen mehr sieht als ein „Mittel zur Gewinnmaximierung“.

Unternehmenswerte der Kuhn Gruppe (Stand 1. Quartal 2018)

Achtsamkeit – Erfahrungen aus der Praxis

Schlimm genug, dass Mitarbeiter hin und wieder bezahlt werden, wenn sie nichts tun. Aber können Sie sich vorstellen, dass wir Mitarbeiter gelegentlich sogar dafür bezahlen, an nichts zu denken?

Über Achtsamkeit im Unternehmensalltag ist schon viel geschrieben worden und das Thema prägt in regelmäßigen Abständen sogar die Titelseiten der großen Wirtschaftsmagazine. Auch wir sind davon überzeugt, dass Achtsamkeit eine wichtige Fähigkeit ist, um den Anforderungen des modernen Alltags im Beruf wie im Privaten besser gerecht zu werden. Mittlerweile setzt sich diese Erkenntnis immer mehr durch – ähnlich wie in den 70er Jahren die Erkenntnis, dass Sport etwas Gutes für die Gesundheit ist.

Der Spruch „Ich denke also bin ich“ ist falsch. Man kann erfahren, dass man auch dann „ist“, wenn man nicht denkt. Dass das eigene Wesen mehr ausmacht als die reinen Gedanken und Gefühle. Doch hier verlassen wir die Sphäre des Unternehmens, hier geht es ins Persönliche, ins Private und Spirituelle, gerne auch ins „Zen“. Das kann und muss jeder für sich selbst erleben und gehört nicht mehr in einen Blog über das Unternehmertum.

Was hat also Unternehmensführung mit Meditation zu tun? Warum können Achtsamkeit und Meditation einem Unternehmen dabei helfen, bessere Leistungen zu erbringen?

In Unternehmen geht es um Management und Selbstmanagement, die Führung der eigenen Person. Nur wer sich selbst führen kann, sollte als Führungskraft tätig sein und/oder ein Unternehmen führen. Dabei steigen die Anforderungen an Unternehmen wie an Führungskräfte durch das zunehmend komplexe und dynamische Umfeld.

Zunehmend komplex bedeutet, dass es mit jedem Jahr steigende Anforderungen z. B. von Kunden, Mitarbeitern, Anteilseignern oder Kreditgebern, von der Gesellschaft sowie in Bezug auf Steuern, Umwelt und anderes aus immer mehr Richtungen gibt, die bewältigt werden müssen. Zunehmend dynamisch bedeutet, dass die Zyklen in der Wirtschaft immer schneller werden, Informationen immer schneller fließen und der überschaubare Horizont immer weiter abnimmt.

Meditation und Achtsamkeit erscheinen uns deshalb als ein hervorragendes Training, um diesen zunehmenden Anforderungen wachsender Komplexität und vermehrter Veränderungen im Leben wie in der Arbeitswelt gerecht zu werden.

Meditation und Verbesserung der Achtsamkeit führen wissenschaftlich erwiesen zu

  • nachhaltiger Stressreduktion,
  • einer deutlichen Steigerung der Konzentrationsfähigkeit,
  • einer Zunahme von Empathie und Mitgefühl,
  • einer positiveren Grundhaltung und Stimmungslage,
  • einem verbesserten Immunsystem und durch all dies bedingt zu
  • einer besseren Fähigkeit, sich selbst und andere Menschen zu führen.

Sehr ausführlich und mit wissenschaftlichem Hintergrund sind diese Auswirkungen im beruflichen Umfeld unter anderem von „New York Times“-Autor David Gelles in seinem Buch „Mindful Work“ beschrieben.

Was sich wie ein Wundermittel anhört, ist mittlerweile gut erforscht, bewiesen und für jeden erfahrbar. Wie beim Sport und bei der Ernährung handelt es sich um sehr persönliche Themen. Doch wer dauerhaft Spitzenleistungen bringen möchte, ist gut beraten, sich an einer gesunden Lebensweise für Körper und Geist zu orientieren.

Wir möchten in unserem Unternehmen daher auch auf diesem Gebiet Möglichkeiten aufzeigen, die anderen Menschen geholfen haben, sehr gute Leistungen zu erbringen. Wie bei Fragen der Ernährung oder der Bewegung würde es aber unseren Werten völlig widersprechen, hier Vorgaben zu machen.

Darum haben wir vor einem Jahr begonnen, gemeinsam mit der Kalapa Academy (https://www.kalapaacademy.de) auf freiwilliger Basis Meditations- und Achtsamkeitstrainings anzubieten, und wir versuchen, kleine Achtsamkeits-Übungen in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Sehr erfreulich ist, dass nach über einem Jahr immer noch ein größerer Personenkreis regelmäßig damals gelernte Übungen anwendet, die zu nachhaltig positiven Veränderungen geführt haben. Auch in unserer Produktion, wo die Umgebungsbedingungen schon einmal rauer sind und lange Arbeitszeiten mit einem Beginn um 6 Uhr morgens die Regel darstellen, fanden sich sehr viele Führungskräfte, denen Meditation und Achtsamkeit dauerhaft einen Nutzen gebracht haben. Mehr Ausgeglichenheit, eine höhere Stressresistenz sowie eine positivere Grundstimmung waren die am häufigsten genannten, langfristigen Auswirkungen.

Achtsamkeitstraining ist damit für unser Unternehmen erwiesenermaßen eine erfolgreiche Praxis. Wir werden die Anwendung im Unternehmensalltag weiter fördern. Dazu braucht es keine besonderen Investitionen, sondern eine Unternehmenskultur, die dazu ermutigt. Und die Möglichkeit, sich gegenseitig hierüber auszutauschen und zu unterstützen – zum Nutzen aller.

 

Schöne neue Welt!

Ist es nicht toll, was sich in unserer Welt in diesen Jahren alles verändert? Und dass wir diese fundamentalen Veränderungen – vielleicht erstmals in der Geschichte der Menschheit – bisher ohne größere Kriege miterleben und mitgestalten dürfen?

Grade als mittelständisches Familienunternehmen leben wir hier in einer Fülle von Chancen und Risiken, die jedes Jahr neue Herausforderungen mit sich bringen. Es sind spannende Zeiten, die an Unternehmen und ihre Mitarbeiter besondere Anforderungen stellen. Dies gibt uns gleichzeitig die Möglichkeit, den Wandel mitzugestalten und als Unternehmen – zumindest für unsere Mitarbeiter – bei gestiegenen Anforderungen die Rahmenbedingungen der Arbeit zu verbessern.

Die Herausforderungen sind schon enorm. Thomas L. Friedman beschreibt in seinem aktuellen, sehr lesenswerten Buch „Thank You for Being Late“ (dt. Ausgabe Sept. 2017) die aus seiner Sicht drei epochalen Treiber von globaler gesellschaftlicher Veränderung. Er nennt hier Digitalisierung, Globalisierung und die Veränderungen in unserer Umwelt und Natur – jeweils mit einander bedingender exponentieller Entwicklung. In kürzester Form zusammengefasst: Es ist zurzeit unmöglich, die Zukunft auf nur irgendeiner Ebene (Technik, Gesellschaft, Umwelt und Natur) abzuschätzen.

Viele Menschen blicken mit Sorgen oder Ängsten auf diese Entwicklungen. Ohne die Möglichkeit Prognosen über die Zukunft zu treffen, fühlen wir uns verunsichert und überfordert. Einfache Geister finden Antworten bei den linken und leider besonders auch den rechten Demagogen, die mit naiven politischen Rezepten wie vor einhundert Jahren auf Stimmenfang gehen. Grade Menschen in Deutschland, die einen sehr komfortablen Lebensstandard erreicht haben, sehen diesen durch Veränderungen bedroht. Hier überwiegt in der öffentlichen Stimmung klar die Angst, während in aufstrebenden Ländern wie in Asien seit Jahren eine fast euphorische Stimmung anhält.

Dabei ist es nicht logisch angstvoll zu sein. Warum sollen wir vor etwas Angst haben, was wir gar nicht kennen? Wir wissen heute nicht, ob sich die Welt zum Besseren oder Schlechteren verändert – und für wen es welche Auswirkungen geben wird. Wir wissen nur, dass die Welt sich gravierend verändert.

Wir sind auch nicht machtlos gegenüber diesen Veränderungen. Wir wissen oft, welche Verhaltensweisen und Techniken uns tendenziell nützen oder schaden werden. Uns stehen exponentiell mehr Wissen und bessere Technologie als früher zur Verfügung, um diese Herausforderungen zu meistern. Gerade in Deutschland haben wir aus meiner Sicht sogar die weltweit besten Rahmenbedingungen in der Technik, der Wirtschaft und in der Gesellschaft. Die ganze Welt beneidet uns hierum und kann unsere Sorgen kaum nachvollziehen.

Für uns als mittelständische Unternehmensgruppe ist es eine besondere Herausforderung, mit tendenziell knappen Ressourcen an Personal und Kapital die richtigen, schnell wirksamen Veränderungen anzustoßen, um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern. Als relativ kleine Unternehmensgruppe genießen wir dabei jedoch den Vorteil der höheren Anpassungsfähigkeit. Als Familienunternehmen haben wir aber vielleicht den größten Vorteil darin, dass wir viele Mitarbeiter noch direkt erreichen und sie mit intensiver Kommunikation mitnehmen können. Hier ist es besonders wichtig – bei allem Respekt vor den Gefahren und Herausforderungen -, daran zu arbeiten, dass wir die sich bietenden Chancen schnell und gezielt wahrnehmen.

Damit wir gemeinsam unsere schöne, neue Welt gestalten und unseren kleinen Beitrag dazu leisten können!

Fachkräftemangel – die Wachstumsbremse Nr. 1?

Die Auftragslage ist gut. Anders als in der Boomphase 2007 ist der Preisdruck aufgrund der Globalisierung aber immer noch sehr hoch – auch im Mittelstand werden wir weltweit mit unserer Konkurrenz verglichen und so drückt der Markt auf die Margen. Dank Investitionen in allen Bereichen der Energietechnik, Infrastruktur sowie im Maschinen- und Anlagenbau überall auf der Welt, haben wir aber genug zu tun. Wir könnten sogar mehr liefern, wenn wir nur die richtigen Mitarbeiter hätten…

Der Fachkräftemangel in Deutschland und auf der gesamten Welt ist wahrlich kein neues Phänomen. Das Ausmaß und die Dramatik dieses Fachkräftemangels haben jedoch aus unserer Sicht in 2017 noch einmal zugenommen. Unser Wachstum scheint erstmalig in unserer Firmengeschichte nachhaltig begrenzt zu sein, weil uns die Facharbeiter fehlen!

Unsere Unternehmensgruppe hat sich auf die Produktion hochkomplexer Einzelteile und Baugruppen für den Motoren-, Maschinen- und Anlagenbau spezialisiert. In dieser Einzelteil- und Kleinserienfertigung sind unsere Möglichkeiten zur Automatisierung begrenzt. „Industrie 4.0“ hat hier noch eine lange Entwicklung vor sich (die aber sicher noch kommen wird). Eine mittelfristige Steigerung der Produktion ist daher nur mit mehr Mitarbeitern möglich. Aber: es gibt immer weniger kompetente Facharbeiter. Diese Entwicklung beginnt bereits mit dem demographischen Wandel. Immer weniger Schulabgänger in unserem Land treffen auf immer mehr Berufsangebote. In der Folge ist es von Jahr zu Jahr herausfordernder gute Auszubildende zu finden und für unser Unternehmen zu gewinnen. Wir verstärken entsprechend unsere Anstrengungen auf diesem Gebiet und erhöhen auch die Anzahl der Ausbildungsplätze.

Die allgemeine Entwicklung im Bereich der Ausbildung führt jedoch dazu, dass der Markt für kompetente Facharbeiter komplett leer gefegt ist. Vor diesem Problem stehen natürlich auch Personaldienstleister, die bei der Frage nach Vermittlung oder Verleihung von Mitarbeitern nur noch hilflos mit den Schultern zucken.

Hinzu kommt die Tendenz unserer Gesellschaft, immer weniger arbeiten zu wollen. Die IG Metall wirbt bereits für eine 28-Stunden-Woche. Gesellschaftlich betrachtet steckt die sehr schöne Vision dahinter, dass wir unser Streben nicht mehr nur einseitig nach materiellem Besitz ausrichten, sondern Lebenszeit zur Selbstverwirklichung in der Freizeit, mit der Familie und für die eigene Entwicklung immer wichtiger wird. Es ist eine sehr schöne Vision vom besseren Leben, die wir langfristig teilen.

Doch ohne Leistung kein Erfolg, das sollte für jeden Menschen gelten. Und es gilt mit Sicherheit für Unternehmen. Denn Leistung entsteht aus Arbeit und Zeit. Die Arbeit kann noch so gut und effizient ausgeführt werden – wenn der Konkurrent ein Vielfaches der Zeit einsetzt, hat man keine Chance.

Viele Fachkräfte, ein zunehmender Bedarf nach guten Mitarbeitern und der Wunsch nach weniger Arbeitszeit – es ist ein „perfekter Sturm beim Thema Fachkräftemangel“, der auf die Unternehmen in Deutschland zukommt.

Gute Mitarbeiter werden noch mehr zur mit Abstand entscheidenden Ressource für den Erfolg!

Was bedeutet das für die Unternehmen? Werden die Personalkosten dadurch einfach steigen, bis es wirtschaftlich nicht mehr möglich ist, am bisherigen Standort weiter zu produzieren? Werden gute Facharbeiter irgendwann mit mehr Geld als Ingenieure bezahlt werden müssen, wie es einer unserer Kunden aus Bayern schon vermutet?

Vermutlich werden die Löhne und Gehälter im Produktionssektor wieder stärker zulegen. Da wir von globalen Märkten sprechen, hat dies wiederum Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Länder und Unternehmen.

Andererseits wird es aber auch immer wichtiger, eine Umgebung im Unternehmen zu schaffen, die Mitarbeiter nicht demotiviert (motivieren kann man einen Menschen nicht von außen, ein Mensch kann sich dauerhaft nur selbst motivieren). Hier gibt es noch viel zu tun – erfreulicher Weise gibt es aber auch viele neue Erkenntnisse aus der Organisationslehre und im Management, wie Unternehmen, Abteilungen und Mitarbeiter besser geführt werden können.

Die steigende Nachfrage nach guten Mitarbeitern besonders im Produktionssektor ist ein weltweites Phänomen. In Deutschland sind wir Vorreiter bei der Entwicklung von Lösungen sowohl im Bereich der Technik (Stichwort „Industrie 4.0“) wie auch im Bereich der Organisation (Stichwort „Lean Management“). Das gibt mir das Vertrauen, dass wir langfristig in Deutschland die besten Produktionsstandorte haben können – wenn wir die Mitarbeiter finden und für uns gewinnen können, die diese Entwicklung mit gestalten.

Wofür arbeiten Sie?

„Wofür arbeiten Sie?“ Diese Frage stelle ich gerne jedem Mitarbeiter, der in unserem Unternehmen anfängt. Ich veröffentliche sie an dieser Stelle nur ungern, da die Antworten immer dann besonders gut sind, wenn sie spontan und unvorbereitet kommen. In 20 Jahren meiner Unternehmenspraxis gaben mir die verschiedenen Antworten immer wieder sehr interessante Einsichten und erlaubten einen Einblick in die grundsätzliche Einstellung vieler Menschen.

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Schwierige Entscheidungen

Entscheidungen zu treffen ist eine zentrale Führungsaufgabe. Man kann nicht „nicht entscheiden“, denn auch eine hinausgezögerte Entscheidung ist eine Entscheidung. Oftmals ist eine verzögerte Entscheidung sogar die schlechteste Entscheidung, die man treffen kann.

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Freiheit in Deutschland

Deutschland ist ein fantastisches Land! Ein Land der Freiheit, der Selbstverantwortung und der Toleranz.

Dies wird mir jedes Mal bewusst, wenn ich nach einer Auslandsreise zurückkomme und – Achtung, jetzt wird es provokant – wieder auf deutschen Autobahnen fahren darf. Keine Geschwindigkeitsbegrenzung!

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Damenwahl!

Als Mittelständler brauchen wir jeden guten Mitarbeiter. Als werteorientiertes Familienunternehmen schätzen wir die Diversifizierung unter den Mitarbeitern. Wir stoßen aber auch schnell an unserer Grenzen, wie es eine aktuelle Erfahrung einmal wieder gezeigt hat …

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Dienstwagenordnung

Eine Unsitte in der deutschen Wirtschaft ist aus unserer Sicht die „Dienstwagenordnung“. Hierzu die kurze, wahre Geschichte von einem Kundenbesuch bei BorgWarner Turbo Systems in Kirchheimbolanden vor einigen Jahren:

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Plädoyer für eine offene Welt

Als Familienunternehmer kann man sich für 2017 nur wünschen, dass die Welt weiter offen bleibt oder noch offener wird. Leider gehen die aktuellen politischen Strömungen in der Masse der Bevölkerung zurzeit in eine andere Richtung. Der Nationalismus wird überall auf der Welt wieder populärer und Politiker gewinnen Wahlen mit profaner Demagogie aus dem letzten Jahrhundert. Protektionismus ist dabei nicht nur für jeden Bürger eines Landes schädlich, sondern in heutigen weltweit vernetzten Wertschöpfungsketten nahezu unmöglich umzusetzen. Warum dies so ist, möchte ich gerne aus unserer Perspektive als mittelständischem Industrieunternehmens in Deutschland erläutern.

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