In diesem Jahr erleben wir im Markt der Energietechnik einen historischen Boom, den es in dieser Form seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat. Die Welt hungert nach Energie – und investiert in gigantischem Ausmaß in dezentrale, energieerzeugende Anlagen. Großmotoren und Gasturbinen, wofür wir Kernkomponenten liefern, sind der Schlüssel für die Energieversorgung.

Hier kommen mehrere Entwicklungen zusammen: Der globale Energiebedarf wächst mit dem zunehmenden Wohlstand und der Weltbevölkerung. Die Elektrifizierung nimmt international zu. Die erneuerbaren Energiequellen werden massiv ausgebaut – nicht (nur) aus ideologischen Gründen, sondern weil sie in vielen Teilen der Welt mittlerweile die günstigste Energieversorgung darstellen. Doch diese brauchen für eine lückenlose Energieversorgung Speicher – und eine technische und wirtschaftliche Lösung für saisonale Speicherung ist nicht in Sicht. Also werden Gaskraftwerke als Backup für die dunklen Jahreszeiten installiert.

Doch der größte Energiehunger kommt von den Rechenzentren, die insbesondere für den Ausbau der künstlichen Intelligenz weltweit in nie gekannten Dimensionen installiert werden. Hier spielen angesichts der exorbitanten Investitionssummen die Kosten für die Energieversorgung keine wesentliche Rolle, solange sie verfügbar und stabil ist. Nahezu jedes größere Datacenter auf der Welt wird daher mit seiner eigenen, unabhängigen Stromerzeugung ausgerüstet – fast immer basiert diese auf Gasmotoren oder Gasturbinen.

„Der KI-Wettlauf wird zunehmend zum Energiewettlauf,“ so hat es sinngemäß Jensen Huang, CEO von Nvidia mehrfach beschrieben: „Energie ist der begrenzende Faktor dafür, wie viel KI wir erzeugen können.“

Wir als Unternehmen profitieren hiervon durch einen historischen Auftragsboom mit hohen zweistelligen Wachstumsperspektiven in einem international hart umkämpften Markt. Unser Unternehmen M. Jürgensen ist als Hidden Champion und Marktführer in der westlichen Hemisphäre strategisch in einer sehr guten Position. Natürlich freuen wir uns darüber, wenn wir das Wachstum zu den harten Rahmenbedingungen erfolgreich bewältigen können.

Doch dahinter steckt viel mehr. Wir sind Teil der größten Wette der Menschheit der Gegenwart: die Wette auf den Nutzen der künstlichen Intelligenz. Wir investieren weltweit in noch nie gekanntem Ausmaß Billionen-Summen in den Ausbau der KI.

Schon heute hat die KI für mich bewiesen, dass ihre rohe Intelligenz die der Menschen übertroffen hat. Ein „Leuchtturm“-Beispiel war die Lösung des Millenium Problems der Mathematik von Navier Stokes, welches die Fachwelt Anfang September erschüttert hat. Die neueste, noch unveröffentlichte Version von ChatGPT hat die besten Mathematiker der Welt „geschlagen“.

Es geht weiter. Das Wachstum der KI bleibt sowohl von den Fähigkeiten wie auch von den Möglichkeiten durch die rasante Entwicklung und die gigantischen Investitionen exponentiell.

Die Menschheit wettet grade darauf, dass wir hierdurch einen noch nie gekannten Nutzen erfahren werden. Doch es gibt seit dem Jahr 2026 etwas auf diesem Planten, das intelligenter als wir ist und wir tun zurzeit alles, um diese Intelligenz auszubauen.

Wird sich diese Wette auszahlen?