Familien­unternehmer Blog

von Andre Kuhn

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Kategorie: Werte

Unternehmensnachfolge

Immer wieder werde ich als Unternehmer gefragt, was meine Söhne studieren und ob sie einmal meine Nachfolge in unserem Unternehmen antreten möchten. Ist die Unternehmensnachfolge aus der Familie heraus nicht sogar im Wort „Familienunternehmen“ verankert? Ein paar unkonventionelle Gedanken aus der Perspektive des Unternehmers hierzu …

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zehn − acht =

Ich kündige!

Ein Jungingenieur bittet kurzfristig um ein persönliches Gespräch. Er ist ein sehr sympathischer Mann, der sich in unserem Unternehmen seit einigen Jahren erfreulich entwickelte, mehr Verantwortung bekam und nach allgemeiner Ansicht eine aussichtsreiche, langfristige Karriere bei uns vor sich hatte.

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7 + zwei =

Coaching

Seit 20 Jahren führen wir in unserem Unternehmen nach der Coaching-Philosophie von Dieter Heitsch. Seit 20 Jahren kämpfen wir gegen Missverständnisse, die aus dem Begriff „Coaching“ entstehen. Es ist Zeit für ein paar erklärende Worte aus unserer subjektiven Sicht des mittelständischen Familienunternehmens mit seinen Herausforderungen im täglichen Führungsalltag….

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  1. Hallo Herr Kuhn,
    dank Google bin ich vor Kurzem auf Ihren Blog aufmerksam geworden. Ich selber bin Unternehmer im Bereich Blech- und Kunststoff-Baugruppen. Wir (www.ProContur.de) arbeiten mit ca. 80 Kollegen in der Eifel.
    Ihre Beiträge lesen sich sehr interessant. Ich hatte eine ähnliche Idee (Blog), diese aber nie umgesetzt (und wie Sie wissen, trennt die guten von den schlechten Unternehmen die Umsetzung von Ideen 😊).
    Mir fehlt in Blogs die Diskussion zu den Themen. Ja, es gibt Kommentarfunktionen……aber ausführlich wird es dort nicht. Einen offenen Austausch zu gelungenen, wie auch misslungenen Maßnahmen/Initiativen….das wäre super.
    Bis dahin lese ich Ihre interessanten Einträge. 👍😊
    Vielleicht lernen wir uns mal persönlich kennen und tauschen uns aus.
    Viele Grüße
    Jens Pohlmann

    • Andre Kuhn sagt:

      Sehr geehrter Herr Pohlmann, vielen Dank für Ihren sehr netten Kommentar. Ich stimme Ihnen völlig zu – der Austausch über ein Blog ist wirklich begrenzt. Besonders wenn die Software mich wie in diesem Fall nicht über neue Beiträge unterrichtet. Ich entschuldige mich sehr für die späte Reaktion.

  2. Klaus Bernhardt sagt:

    Meine volle Zustimmung – jedoch mit einer Einschränkung.
    Die Wirksamkeit der Coaching-Methode ist sehr stark von der Qualität der Führungskraft abhängig.
    Entscheidend ist hier die richtige Auswahl der „Führungskraft“.
    Prof. Dr. Arnold Weissmann bringt es meiner Meinung nach auf den Punkt (s. folgenden Link).

    https://die-deutsche-wirtschaft.de/lexikon-des-chefwissens/fuehrung/

    • Andre Kuhn sagt:

      Vielen Dank für den Beitrag. Volle Zustimmung – inkl einer gehörigen Portion Selbstkritik an vielen Stellen, wo ich selbst dem Anspruch an die Führung nach der Coaching-Methode nicht voll gerecht werde. (die späte Reaktion bitte ich zu entschuldigen)

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zehn + 19 =

Der Wert von Werten

Wir bezeichnen uns als werteorientiertes Familienunternehmen. Aber was meinen wir damit eigentlich?

Wir unterscheiden in unserem Leitbild zwischen unseren Markenwerten und unseren (inneren) Unternehmenswerten. Unsere Markenwerte bringen zum Ausdruck, was unser Unternehmen insbesondere im Vergleich zum Wettbewerb aus Kundensicht ausmacht bzw. ausmachen soll. Sie bestimmen unser Handeln im Dienst an unseren Kunden und wir vermitteln sie zur Orientierung an unsere Mitarbeiter, damit „nach außen leuchtet was von innen brennt“.

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13 − sieben =

Freiheit in Deutschland

Deutschland ist ein fantastisches Land! Ein Land der Freiheit, der Selbstverantwortung und der Toleranz.

Dies wird mir jedes Mal bewusst, wenn ich nach einer Auslandsreise zurückkomme und – Achtung, jetzt wird es provokant – wieder auf deutschen Autobahnen fahren darf. Keine Geschwindigkeitsbegrenzung!

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vier − 3 =

Plädoyer für eine offene Welt

Als Familienunternehmer kann man sich für 2017 nur wünschen, dass die Welt weiter offen bleibt oder noch offener wird. Leider gehen die aktuellen politischen Strömungen in der Masse der Bevölkerung zurzeit in eine andere Richtung. Der Nationalismus wird überall auf der Welt wieder populärer und Politiker gewinnen Wahlen mit profaner Demagogie aus dem letzten Jahrhundert. Protektionismus ist dabei nicht nur für jeden Bürger eines Landes schädlich, sondern in heutigen weltweit vernetzten Wertschöpfungsketten nahezu unmöglich umzusetzen. Warum dies so ist, möchte ich gerne aus unserer Perspektive als mittelständischem Industrieunternehmens in Deutschland erläutern.

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fünf × 3 =

Dankbarkeit

Vor ein paar Wochen konnte ich ein Abendessen mit einem befreundeten Unternehmer und Kunden genießen. Genießen vor allem deshalb, weil mich seine Grundhaltung nachhaltig beeindruckte.

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  1. Guten Abend und danke für die Zeilen.
    Genau das kann ich bezeugen.
    Trotz aller Widerwärtigkeiten
    geht es uns in unserem Land prächtig. Es macht Freude hier zu leben und zu arbeiten.
    Das merkt man immer wenn man aus dem Ausland nach Hause kommt.
    Wir müssen diese Erkenntnis viel mehr nach aussen transportieren.

    • Andre Kuhn sagt:

      Hallo Hr. Wader, Danke für diese nette Bestätigung! Auch Sie haben schon viel Erlebt und Ihre positive Grundhaltung ist sehr motivierend! Mit freundlichen Grüßen Andre Kuhn

  2. Ich finde Ihre Ausführungen sehr interessant, und es ist genau meine Meinung! Wir müssen einfach sehen, dass wir unser Jugend Werte vermitteln, die sie befähigt, auch weiterhin, in dieser schwierigen „Welt Situation“, erfolgreich zu sein und dabei menschlich zu bleiben!

    • Andre Kuhn sagt:

      Guten Abend Fr. Jentjens, vielen Dank für Ihren Kommentar! Grade heute Abend durfte ich mit meinem Onkel noch einmal zu Abend essen und es wurde mir einmal wieder bewusst, dass wir im Vergleich zu meiner „Eltern-Generation“ eine so viel bessere Welt heute vorfinden.

  3. Marc Adomat sagt:

    Hallo André,
    was Du schreibst bestätigt mein tägliches Erleben, wir sind unzufrieden und haben an vielen Dingen was auszusetzen, dabei führt der Blick über den sprichwörtlichen “ Tellerrand “ uns immer wieder neu vor Augen, wie gut es uns geht. Wir haben das Glück in einem Land voller Wohlstand und Freiheit leben zu dürfen, nur leider vergessen wir das schon mal.

    Wenn jeder für das dankbar wäre, was er hat und was er tun darf könnten wir alle noch zufriedener und produktiver sein und in unserer kleinen Welt, noch mehr bewegen.

    Danke für Deinen kleinen Anstoß!

    Liebe Grüße
    Marc

  4. Martin Hirsch sagt:

    Lieber Andre,

    danke für Deine Zeilen. Du sprichst mir aus der Seele. Ich merke zunehmend, wie gut es tut, Menschen in seiner Umgebung zu haben, die diese Dankbarkeit teilen und es Anderen auch zeigen können. Shine on.

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16 − drei =

Kauf, Verkauf und Bewertung von Unternehmen

Wie entsteht der “Preis” für ein Unternehmen? Können Sie sich vorstellen, in wenigen Jahren 100 Millionen Euro zu verdienen? Und warum spielt dies für einen Familienunternehmer im Grunde keine Rolle?

Als potenzieller Kapitalanleger hatte ich die Möglichkeit, im Januar 2012 die Präsentation eines Private Equity Fonds durch einen der vier innehabenden Direktoren erleben zu können. Dieser Fond hat sich auf den An- und Verkauf von in Not geratenen, traditionellen mittelständischen Unternehmen spezialisiert, deren geschäftlicher Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum liegt. Man hat dort eine sehr klare Vorstellung von dem Profil eines zum Ankauf geeigneten Unternehmens. Bei der Selektion der Kaufgelegenheiten wird mit größter Sorgfalt vorgegangen – man schaut sich im Jahr 200 bis 300 Unternehmen genauer an, von denen zwei bis drei letztendlich gekauft werden. Bei diesen Unternehmen kann ein klassisches Nachfolgeproblem vorliegen, eine unfähige kaufmännische Leitung oder eine strategische Fehlentscheidung in der Vergangenheit, die es in eine existenzbedrohende Lage gebracht hat. Da klassische Mittelständler ohne “Wachstumsfantasien” für den “typischen” Private-Equity-Markt nicht interessant sind, bewegt sich dieser Fond in einer recht engen Marktlücke und bewahrt diese Art von Unternehmen oft vor der Insolvenz. Der Fond stellt dann eigene “Operating Officers” in das gekaufte Unternehmen ab und schafft es bisher immer innerhalb von zwei bis fünf Jahren, die Unternehmenssituation dramatisch zu verändern und das Unternehmen äußerst gewinnbringend wieder zu verkaufen.

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  1. Daniel sagt:

    Hallo Andre,

    Deine Überlegung und Folgerung ist sehr interessant.

    Ich glaube, daß eine Unternehmensbewertung durch einen Fond oder ein anderes Finanzunternehmen einem anderen Zweck dient, als das Unternehmen als solches zu bewerten. Es geht darum, den potentiellen Gewinn bei einem Weiterverkauf zu bewerten.

    Das Geschäft des Unternehmens und das Geschäft des Fonds haben wenig miteinander zu tun. Das Geschäft des Unternehmens hat Einfluß auf die Bewertung; in die Bewertung fließen aber noch viele andere Faktoren und Trends ein, die das Unternehmen garnicht beeinflussen kann.

    Für den überwiegenden Teil des operativen Geschäfts hat eine solche Bewertung daher kaum EInfluß. Für Außenstehende hat es sehr wohl einen Einfluß. So werden sich Finanzinstitute, Geschäftspartner und ggf. auch potentielle Mitarbeiter für diese Bewertungen interessieren.

    Beste Grüße,
    Daniel

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