Familien­unternehmer Blog

von Andre Kuhn

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Kategorie: Unternehmensführung (Seite 1 von 2)

Unternehmensnachfolge

Immer wieder werde ich als Unternehmer gefragt, was meine Söhne studieren und ob sie einmal meine Nachfolge in unserem Unternehmen antreten möchten. Ist die Unternehmensnachfolge aus der Familie heraus nicht sogar im Wort „Familienunternehmen“ verankert? Ein paar unkonventionelle Gedanken aus der Perspektive des Unternehmers hierzu …

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zwanzig + 20 =

Unternehmensplanung – Ein Vergleich zwischen Asien und Deutschland

Wie sinnvoll ist eine Unternehmensplanung? Sollte man die Zukunft überhaupt sinnvoll in diesen Zeiten großer Veränderungen planen? Wie ist die Sichtweise in Asien im Vergleich zu uns in Europa hierzu? An dieser Stelle ein paar Einsichten in die unterschiedlichen Einstellungen von Ost und West zu diesen Fragen aus den Erfahrungen von 18 Jahren guter Zusammenarbeit von Taiwanesen und Deutschen, die auch in diesem Jahr bei unserem Planungstreffen vor Ort in Taiwan wieder für einige konstruktive Diskussionen sorgte….

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9 − drei =

Coaching

Seit 20 Jahren führen wir in unserem Unternehmen nach der Coaching-Philosophie von Dieter Heitsch. Seit 20 Jahren kämpfen wir gegen Missverständnisse, die aus dem Begriff „Coaching“ entstehen. Es ist Zeit für ein paar erklärende Worte aus unserer subjektiven Sicht des mittelständischen Familienunternehmens mit seinen Herausforderungen im täglichen Führungsalltag….

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  1. Hallo Herr Kuhn,
    dank Google bin ich vor Kurzem auf Ihren Blog aufmerksam geworden. Ich selber bin Unternehmer im Bereich Blech- und Kunststoff-Baugruppen. Wir (www.ProContur.de) arbeiten mit ca. 80 Kollegen in der Eifel.
    Ihre Beiträge lesen sich sehr interessant. Ich hatte eine ähnliche Idee (Blog), diese aber nie umgesetzt (und wie Sie wissen, trennt die guten von den schlechten Unternehmen die Umsetzung von Ideen 😊).
    Mir fehlt in Blogs die Diskussion zu den Themen. Ja, es gibt Kommentarfunktionen……aber ausführlich wird es dort nicht. Einen offenen Austausch zu gelungenen, wie auch misslungenen Maßnahmen/Initiativen….das wäre super.
    Bis dahin lese ich Ihre interessanten Einträge. 👍😊
    Vielleicht lernen wir uns mal persönlich kennen und tauschen uns aus.
    Viele Grüße
    Jens Pohlmann

    • Andre Kuhn sagt:

      Sehr geehrter Herr Pohlmann, vielen Dank für Ihren sehr netten Kommentar. Ich stimme Ihnen völlig zu – der Austausch über ein Blog ist wirklich begrenzt. Besonders wenn die Software mich wie in diesem Fall nicht über neue Beiträge unterrichtet. Ich entschuldige mich sehr für die späte Reaktion.

  2. Klaus Bernhardt sagt:

    Meine volle Zustimmung – jedoch mit einer Einschränkung.
    Die Wirksamkeit der Coaching-Methode ist sehr stark von der Qualität der Führungskraft abhängig.
    Entscheidend ist hier die richtige Auswahl der „Führungskraft“.
    Prof. Dr. Arnold Weissmann bringt es meiner Meinung nach auf den Punkt (s. folgenden Link).

    https://die-deutsche-wirtschaft.de/lexikon-des-chefwissens/fuehrung/

    • Andre Kuhn sagt:

      Vielen Dank für den Beitrag. Volle Zustimmung – inkl einer gehörigen Portion Selbstkritik an vielen Stellen, wo ich selbst dem Anspruch an die Führung nach der Coaching-Methode nicht voll gerecht werde. (die späte Reaktion bitte ich zu entschuldigen)

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1 × 5 =

Der Wert von Werten

Wir bezeichnen uns als werteorientiertes Familienunternehmen. Aber was meinen wir damit eigentlich?

Wir unterscheiden in unserem Leitbild zwischen unseren Markenwerten und unseren (inneren) Unternehmenswerten. Unsere Markenwerte bringen zum Ausdruck, was unser Unternehmen insbesondere im Vergleich zum Wettbewerb aus Kundensicht ausmacht bzw. ausmachen soll. Sie bestimmen unser Handeln im Dienst an unseren Kunden und wir vermitteln sie zur Orientierung an unsere Mitarbeiter, damit „nach außen leuchtet was von innen brennt“.

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5 − 3 =

Damenwahl!

Als Mittelständler brauchen wir jeden guten Mitarbeiter. Als werteorientiertes Familienunternehmen schätzen wir die Diversifizierung unter den Mitarbeitern. Wir stoßen aber auch schnell an unserer Grenzen, wie es eine aktuelle Erfahrung einmal wieder gezeigt hat …

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eins + 4 =

Dienstwagenordnung

Eine Unsitte in der deutschen Wirtschaft ist aus unserer Sicht die „Dienstwagenordnung“. Hierzu die kurze, wahre Geschichte von einem Kundenbesuch bei BorgWarner Turbo Systems in Kirchheimbolanden vor einigen Jahren:

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zwei + 5 =

Gescheitert!

Es ist Anfang November 2016: ein trüber Monat, an dem ich spät am Abend in Stavanger lande. In Regen und Dunkelheit suche ich mir den Weg zum nahegelegenen Hotel und denke voller Wehmut und Traurigkeit an die ersten Besuche in diesem wunderschönen Land vor zwei Jahren zurück. Was damals voller Hoffnungen und Erwartungen mit einem kleinen Joint Venture begann, geht jetzt zu Ende – mit finanziellen Verlusten und hohem persönlichen Einsatz vieler Mitarbeiter, der umsonst war. Am nächsten Tag beschließen wir im Bordmeeting das Ende der Produktion und die kontrollierte Abwicklung des von uns mit gegründeten Unternehmens. Ein Traum von unserer unternehmerischen Zukunft in Skandinavien mit einem Standbein vor Ort geht schmerzhaft zu Ende.

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  1. RR sagt:

    . . . Hut ab vor solcher Offenheit!

    P.S.: Das gesuchte Zitat stammt wohl von meinem Lieblingspolitiker . . .

    „Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“
    Winston Churchill

  2. Dirk Breuer sagt:

    Wer in sich selbst vertraut, voll und ganz hinter den eigenen Entscheidungen steht, (auch wenn diese mal nicht so gut waren) nicht aufgibt ausgetretene Pfade zu verlassen wird als Unternehmer besser und erfolgreicher werden.

    Sehr gut geschrieben, diese Stärke muss man haben.

  3. Armin Barg sagt:

    Hallo Herr Kuhn,

    Hut ab vor der klaren Analyse, neben den Versäumnissen des Geschäftspartners auch die eigenen offen und ehrlich zu kommunizieren.
    Klar, wer keine Risiken eingeht, kann sich nicht weiter entwickeln. Wer sie eingeht, schaut trotzdem dem Partner nur vor den Kopf und nicht ausrichend hinein. Wer glaubt, alles richtig machen zu können, hat meist verloren.
    Eigene Fehler sind auch zum Lernen geeignet.
    Einem Unternehmen wie der Fa. Kuhn und Ihnen als sportlicher Unternehmer gibt das Geschehene garantiert genug Anreiz, es wieder aber besser zu machen. Stagnation war bei ihnen bislang nicht zu erkennen. Warum auch? Ich wünsche ihren Mitarbeitern deren Familien und Ihnen und Ihrer Familie ruhige Weihnachtstage und einen Guten Rutsch in ein Jahr 2017, das von neuen Zielen und guten Nachrichten geprägt sein möge. Freundlich grüßt Armin Barg u.a. Vorsitzender von Wuppertrail e.V.

  4. Ralf Hoge sagt:

    Andre,

    auch von meiner Seite Hut ab, für die offene Analyse.

    Der Punkt eigene Mitarbeiter schnell ins Management des neuen zugekauften Unternehmens zu positionieren ist ein wichtiger Baustein einer Übernahme.
    Frei nach dem Motto Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser. Kontrolle gar nicht negativ gemeint. Ein Unternehmen was schon lange „fällt“ hat ja ein Problem und muß einmal „gedreht“ werden.

    Schade das es für Euch im Norden nicht geklappt hat und hoffe, daß Dein Unternehmen hier weiterhin so gute Arbeit macht und so erfolgreich ist.
    Das Vertrauen von Seiten Deiner Mitarbeiter und Deiner Kundschaft ist hier wohl mehr als gerechtfertigt.

    Also wieder aufstehen und weiter gute Arbeit machen

    Gruß
    Ralf

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6 − eins =

Braucht ein Unternehmen eine Vision?

Als ich vor 25 Jahren noch als Student mit meinem Vater über meine zugegebenermaßen damals sehr ehrgeizige, weitreichende Idee für die langfristige Zukunft unseres Unternehmens sprach, erhielt ich nur den trockenen Kommentar: „Na ja, das kannst du dir ja mal über das Bett hängen.“

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  1. Mathias sagt:

    Hallo André.

    vielen Dank für die spannende Frage.

    Visionen – zumindest aber Ziele – sind für mich sehr wichtig!
    Woher weiß man sonst, in welche Richtung man agieren will?

    Als eine Fußballmannschaft will man schließlich auch wissen, auf welches Tor man schießen muss.

    • Andre Kuhn sagt:

      Guten Abend Mathias, danke für Deinen Kommentar.
      Eine gute, greifbare Vision als „Leitstern“ kann mit Sicherheit eine große Hilfe und auch Motivation sein – besonders, wie Du schreibst, um die Kräfte gezielt in eine Richtung „zu bündeln“. Die Erfahrung zeigt nur, dass es meistens anders kommt als man so denkt und die Umwelt immer dynamischer wird. Eine zu statische, festgelegte Planung kann diesem Umfeld nicht mehr gerecht werden. Für die Fußballmannschaft in dieser Analogie ist das Tor daher eher noch 5 km entfernt, verändert seine Lage im dicken Nebel während sich gleichzeitig die Spielregeln ständig verändern. Also trainiert man Spielzüge, Taktiken und die Fitness und sieht zu, dass man den Ball nach vorne bekommt – Spielzug um Spielzug. Dabei passt sich das Team hoch dynamisch der gegnerischen Mannschaft und den sich verändernden Bedingungen an…..

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drei + 11 =

Erfahrungen aus dem Seminar „Zen-Leadership“ bei Zenmeister Hinnerk Polenski

Sitzen. In Stille und Kraft. Stunde um Stunde. Tag um Tag. In tiefer Konzentration und ohne Gedanken. Ruhe. Klarheit. Großartig! Das ist eigentlich alles …

Das Zendo

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16 − neun =

Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge … ein Thema, das für jeden Familienunternehmer irgendwann einmal eine hohe Bedeutung bekommt. Ende August durfte ich in meinem Unternehmen das offizielle 20. Jubiläum feiern und wurde hier durch einige extrem herzliche Aktionen unserer Mitarbeiter auf wunderbare Weise überrascht, wie ein Blick auf das Foto zeigt … Zeit einmal zurückzublicken zu meiner persönlichen Sicht der damaligen Unternehmensnachfolge, die von meinem Vater – wie so vieles in seinem Leben – völlig unkonventionell, anders und erfolgreich angegangen wurde. Auf einer abstrakten Ebene vielleicht auch ein Lehrstück für das, was wirklich wichtig ist: Werte, Menschen und klare Prioritäten anstelle von detaillierten Plänen und Methoden …

Jubilaeumsbild weiterlesen

  1. Lieber Andre Kuhn,

    Sie schreiben: „Werte, Prioritäten und Menschen …“ Waren Ihnen, Ihrem Vater, Ihrem Onkel und den Mitarbeitern diese Werte denn so klar? Und: Inwieweit haben sich mit Ihrem Einstieg und einem „neuen Unternehmer“ diese Werte verändert? Können Sie das genau definieren und beschreiben oder war das mehr ein Gefühl?

    Beste Grüße aus Stuttgart,
    Meike Schneider

    • Andre Kuhn sagt:

      Vielen Dank für Ihr Interesse und die Frage!
      Werte werden ja auch als die „Summe der Selbstverständlichkeiten“ in einem Unternehmen beschrieben. Werte sind sicher beständiger als Ziele, verändern sich aber auch mit der Zeit und mit den Menschen in ihren Inhalten wie in der Priorität. Werte werden von allen Mitarbeitern eines Unternehmens gelebt und daher gab es nur durch meinen Einstieg hier keine besondere Änderung sondern eher eine Fortführung und Weiterentwicklung.
      Ich denke. unsere Werte waren meinem Vater, Onkel und unseren Mitarbeitern so klar wie in jedem Unternehmen mit einer starken Kultur. Sie wurden gelebt, es wurde nicht viel darüber gesprochen.

  2. Martin Hirsch sagt:

    Lieber Andre,

    Werte, Prioritäten, Menschen …. so ist es! Gänsehaut …. 🙂

    Herzliche Grüsse,

    Martin

  3. Guten Tag Herr Kuhn,

    sehr schöner Artikel.

    Ich bin seit meinem ersten, dienstlichen Besuch in Ihrem Unternehmen fasziniert von der Art wie Sie ihr Unternehmen führen und sehe immer wieder schöne Beispiele für die Umsetzung Ihrer Werte.

    Herr Schlager und ich lesen mit Interesse Ihren Blog.

    Auch in unserem Unternehmen sind wir auf dem Weg in diese Richtung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Karsten Rotermann

    SCHLAGER Industrieofenbau GmbH

    • Andre Kuhn sagt:

      Sehr geehrer Hr. Rotermann,
      herzlichen Dank für Ihr sehr freundliches Feedback! Eine schöne Bestärkung für uns, in der Entwicklung unserer Unternehmenskultur so weiter zu machen!
      Ihnen alles Gute für Ihr Haus und herzlichen Gruß,
      Andre Kuhn

  4. Wolfgang sagt:

    Hallo Herr Kuhn,
    Ihre Texte haben mich jetzt schon eine viertel Stunde “ gefangen“. Eigentlich war ich auf der Suche nach dem Wort “ Unternehmensnachfolge“. Sehr interessante Artikel, hab Ihren Blog gleich mal gebookmarkt und komme bald wieder 🙂

  5. Sehr wichtiger und guter Artikel über die Unternehmensnachfolge. Es ist leider ein Thema, das immer mehr in Vergessenheit gerät.

  6. Simon Peters sagt:

    Ein sehr interessanter Artikel. Ich informiere mich immer gern im Internet, aber selten findet man so informative Artikel wie diesen hier. Unternehmensnachfolge ist immer ein Thema, dass man am Anfang der Selbstständigkeit gar nicht auf dem Schirm hat, das aber trotzdem sehr wichtig ist. Dazu war ich auch mal bei einem Vortrag von einem Steuerberater, der auch sehr informativ war. Für die, die es interessiert, bald gibt es noch einen Vortrag darüber: http://www.ecandes.de/aktuelles/detail/news/seminar-unternehmensnachfolge/

  7. Bianca Leber sagt:

    Ich finds toll, dass sie über so ein wichtiges Thema informieren. Meine Eltern haben auch ein Unternehmen und hatten echte Probleme, einen Nachfolger dafür zu finden. Es haben sich zwar viele gemeldet, aber meist hat die Qualifizierung nicht gereicht oder die Chemie hat nicht gepasst. Dann haben sie über einen Steuerberater aus Hamm (http://www.ecandes.de) gesucht und wurden durch die erfahrene Unterstützung schnell fündig. Daher würde ich immer empfehlen, einen Experten mit ins Boot zu holen, ohne unseren Steuerberater aus Hamm wäre das ganze auch um einiges schwieriger gewesen.

    • Andre Kuhn sagt:

      Vielen Dank für den netten Kommentar! Bitte um Entschuldigung für die späte Reaktion, das System hatte diesen nicht weiter geleitet…..

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