Familien­unternehmer Blog

von Andre Kuhn

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Schlagwort: #partnerschaften

Unternehmensplanung – Ein Vergleich zwischen Asien und Deutschland

Wie sinnvoll ist eine Unternehmensplanung? Sollte man die Zukunft überhaupt sinnvoll in diesen Zeiten großer Veränderungen planen? Wie ist die Sichtweise in Asien im Vergleich zu uns in Europa hierzu? An dieser Stelle ein paar Einsichten in die unterschiedlichen Einstellungen von Ost und West zu diesen Fragen aus den Erfahrungen von 18 Jahren guter Zusammenarbeit von Taiwanesen und Deutschen, die auch in diesem Jahr bei unserem Planungstreffen vor Ort in Taiwan wieder für einige konstruktive Diskussionen sorgte….

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3 × 3 =

Plädoyer für eine offene Welt

Als Familienunternehmer kann man sich für 2017 nur wünschen, dass die Welt weiter offen bleibt oder noch offener wird. Leider gehen die aktuellen politischen Strömungen in der Masse der Bevölkerung zurzeit in eine andere Richtung. Der Nationalismus wird überall auf der Welt wieder populärer und Politiker gewinnen Wahlen mit profaner Demagogie aus dem letzten Jahrhundert. Protektionismus ist dabei nicht nur für jeden Bürger eines Landes schädlich, sondern in heutigen weltweit vernetzten Wertschöpfungsketten nahezu unmöglich umzusetzen. Warum dies so ist, möchte ich gerne aus unserer Perspektive als mittelständischem Industrieunternehmens in Deutschland erläutern.

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vier + zwölf =

Gescheitert!

Es ist Anfang November 2016: ein trüber Monat, an dem ich spät am Abend in Stavanger lande. In Regen und Dunkelheit suche ich mir den Weg zum nahegelegenen Hotel und denke voller Wehmut und Traurigkeit an die ersten Besuche in diesem wunderschönen Land vor zwei Jahren zurück. Was damals voller Hoffnungen und Erwartungen mit einem kleinen Joint Venture begann, geht jetzt zu Ende – mit finanziellen Verlusten und hohem persönlichen Einsatz vieler Mitarbeiter, der umsonst war. Am nächsten Tag beschließen wir im Bordmeeting das Ende der Produktion und die kontrollierte Abwicklung des von uns mit gegründeten Unternehmens. Ein Traum von unserer unternehmerischen Zukunft in Skandinavien mit einem Standbein vor Ort geht schmerzhaft zu Ende.

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  1. RR sagt:

    . . . Hut ab vor solcher Offenheit!

    P.S.: Das gesuchte Zitat stammt wohl von meinem Lieblingspolitiker . . .

    „Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“
    Winston Churchill

  2. Dirk Breuer sagt:

    Wer in sich selbst vertraut, voll und ganz hinter den eigenen Entscheidungen steht, (auch wenn diese mal nicht so gut waren) nicht aufgibt ausgetretene Pfade zu verlassen wird als Unternehmer besser und erfolgreicher werden.

    Sehr gut geschrieben, diese Stärke muss man haben.

  3. Armin Barg sagt:

    Hallo Herr Kuhn,

    Hut ab vor der klaren Analyse, neben den Versäumnissen des Geschäftspartners auch die eigenen offen und ehrlich zu kommunizieren.
    Klar, wer keine Risiken eingeht, kann sich nicht weiter entwickeln. Wer sie eingeht, schaut trotzdem dem Partner nur vor den Kopf und nicht ausrichend hinein. Wer glaubt, alles richtig machen zu können, hat meist verloren.
    Eigene Fehler sind auch zum Lernen geeignet.
    Einem Unternehmen wie der Fa. Kuhn und Ihnen als sportlicher Unternehmer gibt das Geschehene garantiert genug Anreiz, es wieder aber besser zu machen. Stagnation war bei ihnen bislang nicht zu erkennen. Warum auch? Ich wünsche ihren Mitarbeitern deren Familien und Ihnen und Ihrer Familie ruhige Weihnachtstage und einen Guten Rutsch in ein Jahr 2017, das von neuen Zielen und guten Nachrichten geprägt sein möge. Freundlich grüßt Armin Barg u.a. Vorsitzender von Wuppertrail e.V.

  4. Ralf Hoge sagt:

    Andre,

    auch von meiner Seite Hut ab, für die offene Analyse.

    Der Punkt eigene Mitarbeiter schnell ins Management des neuen zugekauften Unternehmens zu positionieren ist ein wichtiger Baustein einer Übernahme.
    Frei nach dem Motto Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser. Kontrolle gar nicht negativ gemeint. Ein Unternehmen was schon lange „fällt“ hat ja ein Problem und muß einmal „gedreht“ werden.

    Schade das es für Euch im Norden nicht geklappt hat und hoffe, daß Dein Unternehmen hier weiterhin so gute Arbeit macht und so erfolgreich ist.
    Das Vertrauen von Seiten Deiner Mitarbeiter und Deiner Kundschaft ist hier wohl mehr als gerechtfertigt.

    Also wieder aufstehen und weiter gute Arbeit machen

    Gruß
    Ralf

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4 + zwanzig =

Japanische Impressionen

Japan – das Land des ewigen Lächelns? Ist Ihnen ein Land wie die Schweiz zu chaotisch, unordentlich und undiszipliniert? Dann könnte Japan genau das Richtige für Sie sein!

Nach mehreren beruflichen wie privaten Reisen in Japan ist es für mich immer wieder erstaunlich, wie extrem ordentlich, diszipliniert und reglementiert dieses Land ist. „Die Zwangsjackengesellschaft“ nannte es der japanische Autor Masao Miyamoto (https://en.wikipedia.org/wiki/Masao_Miyamoto).

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15 + vierzehn =

Koreanische Impressionen

Zum wiederholten Mal hatte ich die Gelegenheit, das vielleicht höchstmöglich autarke industrialisierte Land der Welt zu besuchen: Südkorea. Ein Land, in dem die Industrie in Branchen wie der Elektronik und Automobiltechnik eine führende Stellung auf der Welt einnimmt, welches geprägt ist von seiner extrem schnellen Entwicklung und welches gleichzeitig für Ausländer immer noch nur sehr schwer zugänglich ist. Wenige Menschen sprechen Englisch, englische Beschriftungen sind – sogar im Gegensatz zu Ländern wie China, Taiwan oder Japan – eine Seltenheit, und sogar Taxifahrer oder Beamte an Ticketschaltern haben oft keinerlei englische Sprachkenntnis.

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  1. Jörn Carsten Pfeiffer sagt:

    Lieber Andre,
    Danke für deine Sicht über ein Land, was wirklich sehr unbekannt bei uns ist.
    Wir bekommen nächste Woche eine Delegation aus dem südkoreanischen Strafvollzug – da hilft es etwas mehr über die Menschen und ihre Kultur zu erfahren.
    LG
    Jörn

  2. Tom Astor sagt:

    Guten Tag und herzlichen Dank für den kurzen aber sehr anschaulich geschriebenen Einblick in die südkoreanische Kultur und Gesellschaft. Mit wenigen Worten ist es Ihnen gelungen, einen umfassenden Einblick in eine Welt zu geben, die als eine der Wenigen sich noch einen Großteil an Tradition bewahrt hat. Dazu gehört aus meiner Sicht auch Stolz! Leider kenne ich Südkorea nur von kurzen Zwischenstopps (Flughafen und Umgebung), habe mir aber fest vorgenommen, das Land irgendwann in meinem Leben näher kennenzulernen. Dieser Beitrag lässt meine Vorfreude anwachsen! Herzlichen Dank!

    Tom

  3. Sabrina sagt:

    Wirklich interessanter und bildhafter Bericht.
    Die Extreme zwischen auf dem Fußboden essen und Führung in der Automobiltechnik sowie Elektronik sind beeindruckend.

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2 × 5 =

Alle Jahre wieder….

Kennen Sie diese besondere Zeit im Jahr, die sich jedes Mal früher anzukündigen scheint? Wochen vorher kann man der besonderen Stimmung kaum noch entkommen, jedes Geschäft und jedes Restaurant macht Werbung im Hinblick auf die kommenden Feiertage, die Hektik im Geschäftsleben nimmt zu, um noch die eine oder andere Sache abzuschließen. Zwei Wochen vorher sind kaum noch Flüge oder Besuchstermine zu bekommen, neue Geschäfte sollte man besser jetzt nicht angehen und niemand scheint mehr Zeit zu haben. Die Restaurants sind völlig ausgebucht, weil jede Firma, jede Organisation und jeder Verein noch ein feierliches Essen abhalten möchte. Jedes Gespräch dreht sich nur noch um die kommenden Feiertage und zu jedem Abschied wünscht man sich das Beste für diese Zeit.

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  1. Cindy sagt:

    Warum ist es für die meisten hier in Deutschalnd so schwierig sich vorzustellen, dass mehr als ¼ der Weltbevölkerung das chinesische Neujahr feiert? Alles aus Amerika wie Valentinstag oder Halloween werden hier bedingungslos willkommengehießen und mitgefeiert, aber wenn ich Leuten am Ende Januar „Frohes Neues!“ wünsche, lächeln viele nur verlegen zurück. Für sie ist es viel zu fremd oder gar zu egal! Jedes Jahr um diese Zeit denke ich, dass Deutschland sich eigentlich noch im Mittelalte befindet, wo die Glaube noch durchsetze, dass die Erde der Mittepunkt des Universums sei…

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drei × vier =

Wie „ticken“ eigentlich Unternehmer in China?

In diesen Blog geht es um Einsichten und Ansichten eines Familienunternehmers. Doch Unternehmer gibt es überall. Ein Besuch und Abendessen mit einem leidenschaftlichen Unternehmer in Shanghai zeigen die interessante Perspektive eines Mannes, der mit vollem Einsatz Geschäftsführer wie auch ranghohes Mitglied der kommunistischen Partei ist. Faszinierende Ansichten aus einer anderen Perspektive, die einmal wieder beweisen, dass wir die Welt nur so sehen können, wie wir unsere Informationen hierüber erhalten und wie unsere Umwelt darüber denkt – man sollte daher auch seine eigene Sichtweise öfters infrage stellen.

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  1. Jens L. sagt:

    Ich finde die Sichtweise des Herrn Qu sehr interessant, und der Author hat sicherlich recht, dass man das Thema Demokratie und Freiheit in China sicherlich auch mal aus der Perspektive der Chinesen selbst betrachten sollte. Was mir durchaus einleuchtet ist, dass eine Demokratisierung nicht zu plötzlich geschehen sollte, da dies ein Riesenreich wie China auseinanderreißen könnte. Jedoch habe ich den Eindruck, dass es in China nicht nur an Demokratie fehlt, sondern vor allem an Rechtstaatlichkeit. Es mag sein, dass ein so großes und schnell wachsendes Land Zeit braucht, demokratische Strukturen zu entwickeln, und das ist vielleicht auch gut so. Es mag auch sein, dass man zur Zeit noch nicht jeden Chinesen an großen und richtungsweisenden Entscheidungen teilhaben lassen kann. Diese Konzepte sind ja auch in unserer demokratisierten Welt nicht unüblich, dass z.B. Entscheidungen von einer gewählten Regierung durchgesetzt werden, auch wenn sie der Bevölkerung gerade nicht passen. Ohne das funktioniert wohl kaum noch was.
    Es scheinen mir aber die chinesischen Staats- und Machtstrukturen zur Zeit so aufgebaut zu sein, dass es nicht nur wenig oder keine Demokratie gibt, sondern vor allem keine Rechtsstaatlichkeit und daher Willkür, vor allem gegenüber „dem kleinen Mann“. Diese Willkür paart sich mit einer weit verbreiteten Korruption, die ja anscheinend auch der chinesischen Führung zur Zeit ein Dorn im Auge ist. Man liest über Umweltkatastrophen, die vertuscht werden, über die unteren Bevölkerungsschichten, die geschädigt, aber niemals entschädigt werden, etc.
    Ein funktionierender Staat, selbst wenn er ein Einparteienstaat ist, sollte trotzdem auf Recht und Gesetz, und vor allem darauf beruhen, dass jeder Bürger sein Recht einklagen kann und auch bekommt.
    Ich kann die Sichtweise von Hr. Qu zur Demokratie in China also verstehen und nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht selbst teilen muss. Was ich jedoch nicht verstehen könnte, wäre eine Sichtweise, bei der auch die rechtstaatlichkeit dem „Volke“ erst Stückchen für Stückchen gegeben wird.
    Es wäre interessant, zu wissen, ob sich Her Qu auch zum Thema Rechtstaatlichkeit geäußert hat.

    Zum Thema, ob nur ein Einparteienstaat große Probleme lösen kann, kann man natürlich auch geteilter Meinung sein. Herr Qu nennt als Beispiel die Umweltproblematik in China. Diese ist sicherlich sehr extrem und durch die Führung inzwischen auch erkannt worden.
    Aber auch Deutschland hatte in den 1970er Jahren recht extreme Umweltprobleme (man denke an das Waldsterben, ca. 50% aller Müllkippen waren 1975 illegal, etc.). Deutschland hat trotzdem seine Umweltprobleme ziemlich gut in den Griff bekommen, und zwar größtenteils auf Druck der Bevölkerung, die plötzlich nicht mehr die alten Parteien gewählt hat, sondern neue, oder den alten Parteien klargemacht hat, wo es langgeht. Unsere rechtsstaatlichen Strukturen haben dabei geholfen, einige Umweltsünder in die Knie bzw. zum Nachgeben zu zwingen.
    Heute gilt Deutschland als eines der Länder mit den höchsten Umweltstandarts, der besten Umwelttechnologie und hat völlig neue Wirtschaftszweige in der Umwelttechnik erschlossen, alles auf Basis einer funktionierenden Demokratie (die 1989 von 20 Millionen Deutschen auch erstmal erlernt werden musste).
    Großprojekte gehen also auch mit demokratischen Strukturen.

    Es ist trotzdem interessant, die Dinge mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. Nach der Wende waren wir ja auch die „Besserwessis“…

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