Familien­unternehmer Blog

von Andre Kuhn

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Schlagwort: #familienunternehmen (Seite 1 von 2)

INDUSTRIE 4.0 AUTOMATISIERUNG UND DIE SORGEN DER MITARBEITER

Die Chancen von Industrie 4.0 sind in aller Munde. Die Politik und die Gesellschaft in Deutschland hoffen auf langfristigen Wohlstand, wenn es uns als Industrieunternehmen gelingt, mehr und „intelligentere“ Automatisierung am „Hochlohnstandort Deutschland“ zu realisieren. Angesichts steigender Lohnkosten und des Preisdrucks globaler Märkte erscheint diese Art der Rationalisierung als notwendige und naheliegende Lösung. In der Praxis ist es nur nicht immer einfach, Mitarbeiter mit ihren Sorgen dabei mitzunehmen. Hierzu ein Bericht aus unserem Unternehmensalltag:

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  1. cookie88 sagt:

    Eine Unternehmensentwicklung ist das auf jeden Fall, ob sie gut oder schlecht ist, muss noch herausgefunden werden.

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zwei × vier =

Unternehmensnachfolge

Immer wieder werde ich als Unternehmer gefragt, was meine Söhne studieren und ob sie einmal meine Nachfolge in unserem Unternehmen antreten möchten. Ist die Unternehmensnachfolge aus der Familie heraus nicht sogar im Wort „Familienunternehmen“ verankert? Ein paar unkonventionelle Gedanken aus der Perspektive des Unternehmers hierzu …

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2 × 3 =

Ich kündige!

Ein Jungingenieur bittet kurzfristig um ein persönliches Gespräch. Er ist ein sehr sympathischer Mann, der sich in unserem Unternehmen seit einigen Jahren erfreulich entwickelte, mehr Verantwortung bekam und nach allgemeiner Ansicht eine aussichtsreiche, langfristige Karriere bei uns vor sich hatte.

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4 + 10 =

Sind Gewerkschaften eigentlich noch zeitgemäß?

Als Unternehmer bin ich erstmals durch den Zukauf des Unternehmens M. Jürgensen in Sörup mit dem „Ritual“ der Tarif- und Lohnverhandlungen indirekt konfrontiert und stelle mir in den letzten Tagen immer mehr die Frage, ob Gewerkschaften heute noch zeitgemäß sind.

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  1. Martin Hirsch sagt:

    Volle Zustimmung

  2. Olaf sagt:

    Ich stimme auch zu 100% zu

  3. Michael sagt:

    Finde ich super. Ein guter Chef weiß, dass zufriedene Mitarbeiter mehr Leistung bringen. Deswegen ist es klug die Bedürfnisse der Belegschaft zu erfüllen.
    Deswegen braucht es keine Gewerkschaften mehr.
    100 % Zustimmung.

    • Andre Kuhn sagt:

      Vielen Dank. Hoffen wir auf viele kluge Chefs 😉 (was nicht einfach ist, ich selbst lerne immer noch jeden Tag dazu)

  4. Wolfgang Höfft sagt:

    Widerspruch verdient die Behauptung „Geschichtlich gesehen war die Rolle der Gewerkschaften mit Sicherheit unverzichtbar.“

    Widerspruch verdient ebenso die Behauptung „Im „klassischen“ Unternehmertum ging es vor 100 Jahren noch um den „Klassenkampf“ von „Ausbeutern“ gegen „Opfer“.

    Den Ausbeuter gibt es heute wie vor 100 Jahren. Aber wie er heute nicht „das Unternehmertum“ prägt und charakterisiert, war vor 100 Jahren das Ausbeutertum kein typisches Charakteristikum des Unternehmers.

    Aber ebenso wie heute haben auch vor 100 Gewerkschaften die Solidarisierung von Beschäftigten gegen einen dämonisierten Unternehmer betrieben, gegen den in den „Arbeitskampf“ zu ziehen das typische unternehmerische Ausbeutertum – eine damals wie heute lebendige Wahnvorstellung – gebiete.

    Diese Wahnvorstellung steht damals wie heute dem richtigen Verständnis von Beschäftigten für die Funktion des Unternehmer in der Wirtschaft und im Unternehmen im Wege – jedenfalls bei dem Siebtel der Beschäftigten, die heutzutage noch bereit sind, sich gewerkschaftlich zu organisieren und Streikaufrufen zu folgen.

    Gewerkschaften waren nie zeitgemäß und sind es auch heute nicht.

    Sie haben noch nie wohlverstandene Interessen ihrer Mitglieder oder gar der Gesellschaft vertreten. Es ist empirisch belegt, dass Reallöhne bei schwachem gewerkschaftlichem Einfluss stärker gestiegen sind als unter starkem gewerkschaftlichen Einfluss auf die kollektive Lohnfindung.

    Statt zu fragen, ob Gewerkschaften zeitgemäß sind, hätte – unter Verwendung aller lesenswerten Gesichtspunkte dieses Betrags – gefragt werden sollen, ob Gewerkschaften einen Sinn oder Nutzen haben?

    • Andre Kuhn sagt:

      Vielen Dank für Ihren Beitrag und entschuldigen Sie bitte die zu späte Reaktion. Die Grundsatzfrage nach Gewerkschaften mochte ich so bisher noch nicht stellen…. ich bin aber wahrlich auch kein Experte auf diesem Gebiet. Vielen Menschen unterstelle ich zunächst die besten Absichten in der Gewerkschaftsarbeit. Ich sehe nur aus der eigenen Erfahrung heraus, dass diese Absichten schnell vom Machtanspruch der Gewerkschaften auch und grade gegen die betroffenen Unternehmen überschattet werden.

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2 + 9 =

Fachkräftemangel – die Wachstumsbremse Nr. 1?

Die Auftragslage ist gut. Anders als in der Boomphase 2007 ist der Preisdruck aufgrund der Globalisierung aber immer noch sehr hoch – auch im Mittelstand werden wir weltweit mit unserer Konkurrenz verglichen und so drückt der Markt auf die Margen. Dank Investitionen in allen Bereichen der Energietechnik, Infrastruktur sowie im Maschinen- und Anlagenbau überall auf der Welt, haben wir aber genug zu tun. Wir könnten sogar mehr liefern, wenn wir nur die richtigen Mitarbeiter hätten…

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fünf × 5 =

Schwierige Entscheidungen

Entscheidungen zu treffen ist eine zentrale Führungsaufgabe. Man kann nicht „nicht entscheiden“, denn auch eine hinausgezögerte Entscheidung ist eine Entscheidung. Oftmals ist eine verzögerte Entscheidung sogar die schlechteste Entscheidung, die man treffen kann.

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  1. Timo sagt:

    Die beschriebenen Methoden sprechen das rationale Denken einer Führungskraft an. Beim Modellieren von erfolgreichen Führungskräften in meinem Unternehmen, habe ich eines entdeckt: Diese nutzen viel mehr ihre Intuition als ihnen bekannt war oder als sie öffentlich zugeben würden.

    Deshalb möchte ich noch eine intuitive Methode ergänzen:

    1. Ich ordne die Optionen je einer Seite einer Münze zu.
    2. Dann lasse ich die Münze entscheiden.
    3. Merke ich, dass sich in mir Widerstand regt, nehme ich die andere Option.

    Der Vorteil: Die Methode ist irrsinnig schnell.

    Wenn ich mehr Zeit habe, diskutiere ich auch mal gerne mit meinem inneren Team. Das betrifft aber eher persönliche Entscheidung.

    • Andre Kuhn sagt:

      Vielen Dank für die tolle Idee! Sorry für die späte Rückmeldung auf den Kommentar, das System hatte diesen leider nicht weiter geleitet….

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9 + fünf =

Freiheit in Deutschland

Deutschland ist ein fantastisches Land! Ein Land der Freiheit, der Selbstverantwortung und der Toleranz.

Dies wird mir jedes Mal bewusst, wenn ich nach einer Auslandsreise zurückkomme und – Achtung, jetzt wird es provokant – wieder auf deutschen Autobahnen fahren darf. Keine Geschwindigkeitsbegrenzung!

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1 × vier =

Damenwahl!

Als Mittelständler brauchen wir jeden guten Mitarbeiter. Als werteorientiertes Familienunternehmen schätzen wir die Diversifizierung unter den Mitarbeitern. Wir stoßen aber auch schnell an unserer Grenzen, wie es eine aktuelle Erfahrung einmal wieder gezeigt hat …

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2 × 4 =

Was ist (m)ein Unternehmen wert?

Shareholder-Value, Reichensteuer, Erbschaftssteuer, Offenlegung von Vermögensverhältnissen … immer wieder geht es von gesellschaftlicher oder staatlicher Seite um die Frage, was ein Unternehmen eigentlich wert ist. Aus der Sicht eines Familienunternehmers kann ich dazu nur sagen: Die Frage ist belanglos, unwichtig und völlig theoretisch!

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fünfzehn − sieben =

Dankbarkeit

Vor ein paar Wochen konnte ich ein Abendessen mit einem befreundeten Unternehmer und Kunden genießen. Genießen vor allem deshalb, weil mich seine Grundhaltung nachhaltig beeindruckte.

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  1. Guten Abend und danke für die Zeilen.
    Genau das kann ich bezeugen.
    Trotz aller Widerwärtigkeiten
    geht es uns in unserem Land prächtig. Es macht Freude hier zu leben und zu arbeiten.
    Das merkt man immer wenn man aus dem Ausland nach Hause kommt.
    Wir müssen diese Erkenntnis viel mehr nach aussen transportieren.

    • Andre Kuhn sagt:

      Hallo Hr. Wader, Danke für diese nette Bestätigung! Auch Sie haben schon viel Erlebt und Ihre positive Grundhaltung ist sehr motivierend! Mit freundlichen Grüßen Andre Kuhn

  2. Ich finde Ihre Ausführungen sehr interessant, und es ist genau meine Meinung! Wir müssen einfach sehen, dass wir unser Jugend Werte vermitteln, die sie befähigt, auch weiterhin, in dieser schwierigen „Welt Situation“, erfolgreich zu sein und dabei menschlich zu bleiben!

    • Andre Kuhn sagt:

      Guten Abend Fr. Jentjens, vielen Dank für Ihren Kommentar! Grade heute Abend durfte ich mit meinem Onkel noch einmal zu Abend essen und es wurde mir einmal wieder bewusst, dass wir im Vergleich zu meiner „Eltern-Generation“ eine so viel bessere Welt heute vorfinden.

  3. Marc Adomat sagt:

    Hallo André,
    was Du schreibst bestätigt mein tägliches Erleben, wir sind unzufrieden und haben an vielen Dingen was auszusetzen, dabei führt der Blick über den sprichwörtlichen “ Tellerrand “ uns immer wieder neu vor Augen, wie gut es uns geht. Wir haben das Glück in einem Land voller Wohlstand und Freiheit leben zu dürfen, nur leider vergessen wir das schon mal.

    Wenn jeder für das dankbar wäre, was er hat und was er tun darf könnten wir alle noch zufriedener und produktiver sein und in unserer kleinen Welt, noch mehr bewegen.

    Danke für Deinen kleinen Anstoß!

    Liebe Grüße
    Marc

  4. Martin Hirsch sagt:

    Lieber Andre,

    danke für Deine Zeilen. Du sprichst mir aus der Seele. Ich merke zunehmend, wie gut es tut, Menschen in seiner Umgebung zu haben, die diese Dankbarkeit teilen und es Anderen auch zeigen können. Shine on.

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